Joga Tipps
© Der Baum

Yogapraxis - Klopfen der Thymusdrüse
© Klopfen der Thymusdrüse


Yoga

I. Wir klopfen die Thymusdrüse

Was ist Yoga?

Yoga ist ein Begriff aus dem Sanskrit, einer vor etwa 3ooo Jahren benützten indischen Sprache. Yoga hat seinen Ursprung in den Veden, den ältesten Niederschriften Indiens und ist eines der 6 grundlegenden Systeme des indischen Denkens, zusammengefasst unter dem Begriff darshana (eine bestimmte Art des Sehens, der Sichtweise). Der große, indische Weise Patanjali, systematisierte die alten Texte in seinem maßgeblichen Werk: Yoga Sutra (aus „Yoga / Tradition und Erfahrung“ von T.K.V. Desikachar).

In der Bedeutung der Sanskritwurzel yui = anspannen, zusammenbinden, war ursprünglich das Anschirren der Zugtiere unter das Joch gemeint (vergleiche deutsch: Joch; lat. iugum). Hier haben wir zwei Deutungsebenen des Yoga: - zum einen die Ebene des Vereinigens, wie man 2 Tiere unter dem Joch vereint, - als auch den Aspekt des Beherrschens, wie man die 2 Zugtiere durch das Joch beherrscht. In den klassischen Upanisaden, den bekannten Niederschriften des Brahmanismus werden die Zugtiere mit den menschlichen Sinnen gleichgesetzt , das macht Yoga zu dem Mittel zur Beherrschung der Sinne und der Gedanken („ Der Weg des Yoga“ vom Berufsverband deutscher Yogalehrer BDY ). Dies soll ausdrücken: mit Hilfe von Yogatechniken (wie Atem-, Konzentrations- und Entspannungsübungen) will man, durch die Herrschaft über seinen Körper, den Geist befreien und so zu höherer Erkenntnis gelangen.

Weitere Deutungen: vereinigt sein; mit dem Göttlichen eins sein, die Bewegungen des Geistes bündeln; etwas erreichen was für uns bisher unerreichbar war; achtsames Handeln, d.h. so handeln, dass unsere ganze Aufmerksamkeit auf unsere Handlung gerichtet ist… Wir sehen: Yoga ist eine uralte Wissenschaft vom Sein, die vollkommenste Lehre der Selbsterziehung, ohne Rücksicht auf Rasse, Religionszugehörigkeit etc. anwendbar („Yoga für jung und alt“ von Esther-Martina Luchs). Kommen wir zurück zu T.K.V.Desikachar:

Für wen ist Yoga da?

Die Praxis des Yoga verlangt nur, dass wir handeln und gleichzeitig gegenüber unserem Handeln achtsam sind. Yoga hat seine Wurzeln im indischen Denken, aber sein Inhalt ist so universell, weil es von den Mitteln handelt, die uns helfen sollen glücklicher zu werden.

Wie beginnen wir nun also unsere Yogapraxis?

Mit dem Studium des Yoga Sutra von Patanjali oder vielleicht mit Beten? Mit dem Spüren unseres Atems (Atemtechniken = pranayama)? Mit körperlichen Übungen, Haltungen = asanas ? Desinkachar schreibt, dass von unseren persönlichen Vorlieben abhängt wie wir beginnen; die Beschäftigung mit einem Aspekt führt uns zum nächsten. Wir müssen keine Vegetarier sein um Yoga zu üben, aber vielleicht führt unser Üben dazu…

Ich lernte bei verschiedenen Yoga-Lehrerinnen vor allem das Hatha-Yoga. Hatha-Yoga ist einer der Übungs-Wege des Yoga; sein Ausgangspunkt ist der Körper; durch körperliche Übungen wird eine Harmonisierung von Körper, Geist und Seele erreicht. Körperstellung, Atemkontrolle und Bewusstseinslenkung gehören zusammen( E.Luchs s.o.).

Ich möchte euch nun schrittweise Übungen aus meinem persönlichen „Yogaprogramm“ vorstellen, das ich seit einigen Jahren praktiziere. Gleich nach dem Aufstehen und einer kalten Gesichts- und Zungenwaschung, habe ich mir durchschnittlich 20 Min. zum Üben reserviert. Für mich ist der Morgen die schönste Zeit und erfahrungsgemäß schaffe ich es selten später am Tag die Zeit zu üben zu finden. Der Magen ist noch leer.

Fangen wir endlich an:

I. Wir klopfen die Thymusdrüse

Vorbemerkung: Die Thymusdrüse ist eine endokrine Drüse die Hormone (v.a. Thymosin) produziert. Diese Hormone sind für die Bildung und Ausschüttung von den T-Lymphozyten zuständig. Die Thymusdrüse ist folglich für die Bildung der Immunzellen im Lymphknoten und somit für unsere ganze Immunabwehr zuständig! Sie liegt etwa 7 cm unter der Halskuhle hinter dem Brustbein(am Herzmeridian).

Bis vor nicht allzu langer Zeit glaubte man, daß die Thymusdrüse nur für unser körperliches Wachstum zuständig sei. Bis der Psychiater Dr.John Diamonds die Wichtigkeit der Thymusdrüse auch für uns Erwachsene vor allem für das Immunsystem, zur Stärkung der Abwehrkräfte erkannte. Mit dem Klopfen der Thymusdrüse schütten wir vermehrt Immunzellen aus, verbessern wir unseren Energiefluß der Meridiane, erhöhen wir unser Energieniveau und vor allem bauen wir Stress ab der uns die Lebensenergie raubt. Ihr seht eine wichtige Übung, die ihr auch im Liegen oder Sitzen mehrmals am Tag machen könnt. Besonders wenn ihr gestresst seid, Lampenfieber habt…

Ich beginne die Übung im Stehen:
Stellt euch fest auf eure Füsse, die Beine etwa hüftbreit, Knie leicht gebeugt, die Wirbelsäule aufrecht (aber kein Hohlkreuz machen), das Becken leicht kippen, so dass das Steißbein senkrecht zur Erde zeigt. Das Kinn ein bisschen zur Brust nehmen. Fühlt euch mit eurem obersten Scheitelpunkt, wie an einem „goldenen Faden“ hängend, mit dem Himmel verbunden. Macht die Augen zu und beobachtet euren Körper und eure Atmung bis ihr ganz ruhig und entspannt seid. Jetzt klopft mit den Fingerkuppen beider Hände abwechselnd auf die Thymusdrüse. Das Klopfen soll spürbar aber noch angenehm sein. Wir klopfen etwa 1 Minute. Wenn ihr das Bedürfnis habt tief durchzuatmen ist die Thymusdrüse aktiviert.

Anmerkung: das Klopfen der Thymusdrüse wurde angeblich schon von Zarathustra im alten Persien praktiziert.


 

 

 



          Impressum     I     Bio Portal    I     Webdesign und Internetprogrammierung